
Musik zu machen ist mehr als Töne zu spielen. Ein Konzert zu geben, an dem der Saal zum Bersten voll ist, das Publikum frenetisch applaudiert, die Songs mitgrölt und in ohrenbetäubender Manier Zugaben verlangt – das ist ein Moment für die Ewigkeit.
Einen solchen Moment durften die Musikerinnen und Musiker der Wehntaler Schülerband erleben. Das Abschlusskonzert der Saison 24/25 in der Dielsdorfer Silvercube Lounge war ein voller Erfolg.
Dabei begann der Abend chaotisch. Weil der Tontechniker im Stau stand, blieb vorerst keine Zeit für einen Soundcheck. Nach und nach füllte sich der Saal mit Zuschauer und schnell wurde klar, dass es keine Gelegenheit mehr geben würde, das Set kurz anzuspielen. Das hätte Sicherheit gegeben – das hätte die Nervosität etwas legen können. Aber welche Nervosität? Anstatt zu verzagen, genossen die Bandmitglieder den Backstage-Bereich, der mit Getränken und Snacks sowie einem Sofa an echtes Rockstar-Leben anmutete.
Auf der Bühne lieferten Meo, Jan, Cassius, Philippa, Elia, Nicholas und die beiden Ninas ab, als gäbe es kein Morgen. Songs wie «Billie Jean», «The Final Countdown» oder «Weird Beard», ja sogar der Soundtrack des «Super Mario Brothers»-Games spielten sie in einer Selbstverständlichkeit runter und begeisterten damit das Publikum in der restlos gefüllten Silvercube Lounge. Sichtlich angetan von der Reaktion der Zuschauer genoss die Band den Moment, den Abend und einander.
Musik zu machen ist eben mehr als Töne zu spielen. (so)