Elternforum Sekundarschule

 

Der Vorstand vom Elternforum v.l.n.r.:

Thomas Frischknecht (Vizepräsident), Verena Schneider (Präsidentin), Karin Rütti (hinten), Jessica Iannelli (vorne), Franziska Bachmann, Monika Stender, Pia Reichlin, Franziska Wilhelm.

Hier finden Sie das aktuelle Jahresprogramm und das Reglement des Elternforums.

Anlässe des Elternforums

Die künftigen und jüngsten Anlässe finden Sie zuoberst in der nachfolgenden Liste, die ältesten zuunterst. Das Elternforum freut sich über Ihre Teilnahme!

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Ein Bericht vom Elternabend zum Thema Medienerziehung vom 16.01.2018 in der Aula Schmittenwis. Michael Adams, Elternforum.

Etwa 25 interessierte Eltern liessen sich von dem Referenten Marc Bühler durch einen erfrischend interaktiven Abend führen. Aus dem zu Beginn gezeigten Film über die Nutzung Sozialer Medien in der Schweiz, stach das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage heraus, dass jeder 3. Schweizer glaubt, seine Daten würden zu Irgendetwas missbraucht und surft aber dennoch munter weiter. 

Mit der Diskussion, ob man ein Kleinkind bereits an sein Natel lassen sollte stieg Bühler in das Thema Medienerziehung stiegen ein. (Foto1). Ziel der Medienerziehung sei es eine Medienkompetenz zu entwickeln. Medienkompetenz bedeute, bewusst und vor allem verantwortungsbewusst mit Medien umzugehen. Dazu gehört das Wissen, wie man seine Bedürfnisse nach Information und Unterhaltung mit Medien erfüllen kann, aber auch das Hinterfragen sowohl der Medien als auch des eigenen Medienkonsums. Medienkompetenz im Internetzeitalter umfasst neben technischem Wissen, wie digitale Medien bedient werden, nach wie vor die Fähigkeit, gut lesen und schreiben zu können. Zudem bedeutet ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien: vorsichtig sein mit persönlichen Daten im Internet, Informationen kritisch zu prüfen, allgemeine Umgangsregeln auch im Internet beachten und sich regelmässig von digitalen Ablenkungen abschirmen.  

Anhand vier fiktiv gewählter Fälle, stellte Bühler die gängigsten Verhaltensauffälligkeiten von Jugendlicher im Alter von 13 bis 15 Jahren dar: Mediensucht (Fall Sara), Suche nach Bestätigung in sozialen Netzwerken (Fall Hanna), übertriebenes Gamen (Fall Finn) und Verdacht auf Cyber-Mobbing (Fall Jonas). Die mit dem jeweiligen Verhalten verbundenen, möglichen Problemstellungen wurden aufgezeigt. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, lösungsorientierte Massnahme in Gruppen zu erarbeiten und anschliessend im Gremium zu diskutieren. Beispielsweise urteilten die Eltern auf die Frage, ob Sara mediensüchtig sei, mit einem klaren Nein. Dies, weil diese junge Frau "eigentlich nur" auf ihr Umfeld reagiere und ihre Eltern ebenfalls oft online seien. Wo bleibe da die Vorbildrolle? Einigkeit bestand darin, dass Sara aufgrund ihres Alters nichts auf der Dating-App „Tinder“ verloren habe. Im folgenden Fall wurde deutlich, dass Hanna unter „FOMO“ (engl. für: Fear of missing out), der Angst, etwas zu verpassen, leidet.

Dem wirkt man am besten mit Handy freier Zeit oder dem Abschalten der Nachrichten push Funktion entgegen. Einer Spielsucht (Fall Finn) sollte mit strikt einzuhaltenden Zeitbeschränkungen begegnet werden, empfahlen die Teilnehmer. Bühler empfiehlt allen Eltern, sich über den Inhalt, die Altersfreigaben und die Auswirkung der von ihren Kindern bevorzugten Spiele unter spieleratgeber-nrw.de zu informieren. Wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Kind zurückzieht und oder regelmässig Schlafstörungen zeigt, sollten sie unbedingt Gespräch mit Ihrem Kind suchen. Es könnte Mobbing im Spiel sein. Kommen Sie bei ihrem Kind (allein) nicht durch, können Sie sich Hilfe suchen unter jugendundmedien.ch.

Im weiteren Verlauf des Abends ging es um die Frage, ob wir Eltern eigentlich wissen,  wo unsere Kind im Netz unterwegs sind und was sie dort machen. Plakativ demonstriert wurde der recht laissez-faire Umgang mit Informationen anhand eines zufällig ausgewählten und frei zugänglichen „Snapchat“ Accounts eines Mädchen aus Niederweningen. Sehr erstaunlich empfanden die anwesenden Eltern, wie viel Persönliches dort offen preisgegeben wurde. Auch ermögliche beispielsweise das tagesaktuelle Hochladen von Bildern aus den Ferien potentiellen Einbrechern ungestörtes Arbeiten.

Digitale Medien sind nicht per se gut oder schlecht. Der Umgang mit den Medien und dem Handy ist auch je nach Kind unterschiedlich. Beobachten Sie die Gewohnheiten Ihrer Kinder und reagieren Sie adäquat. Bleiben Sie im Gespräch. Interessieren Sie sich für das Medienverhalten und deren Inhalte. Das ist die beste Prävention. Vereinbaren Sie klare Regeln über die Nutzung. Sie entscheiden, wie oft oder wie lange. Überzieht das Kind die vereinbarte Grenze, muss eine klare Konsequenz erfolgen. 

Zum Abschluss erhielten die Eltern noch zwei wertvolle Hinweise für den Schulalltag: Um Schlafstörungen zu vermeiden sollte man, wenn immer möglich, den Blaulichtfilter an den Geräten aktivieren und, dass das Gehirn nach dem Lernen circa 20 Minuten Ruhe zur Vertiefung benötigt. Sonst sei alles weg.

Referatabend Suchtprävention

Eltern sind für Kinder auch in der Pubertät immer noch die wichtigsten Bezugspersonen, obwohl der Einfluss von Gleichaltrigen an Wichtigkeit zunimmt. Deshalb ist die Vorbildfunktion und die persönliche Haltung von Eltern gegenüber von Suchtmitteln und deren Konsum besonders wichtig. Das Elternforum der Sekundarschule Wehntal lädt Sie gerne wie bereits im Vorjahr zum Referatabend ein:

Donnerstag, 16. November 2017
19.00 bis 21.00 Uhr
Singsaal Schulhaus Mammutwis

Details zur Einladung siehe Flyer.

Einen Rückblick auf den Referatabend Suchtprävention bietet ihnen der Bericht von Thomas Frischknecht.